Reisefotos

Foto-Reisetagebuch von Andreas und Katharina

Hongkong

Seit ca. einem Monat sind wir wieder in Deutschland und unsere 11-monatige Reise ist vorbei. Unglaublich wie schnell ein Jahr vergeht, aber wenn wir zurück denken, was wir alles erlebt haben, kommt uns die Zeit extrem lang vor. Wir haben unzählige interessante Menschen getroffen und wunderbare Orte und Dinge gesehen die uns nachhaltig geprägt und beeindruckt haben.

Die letzten Tage der Reise verbrachten wir in Hongkong, was nach dem menschenleeren Naturidyll Neuseelands ein echter Kulturschock war, den wir aber sehr genossen haben.

Die zahlreichen gigantischen Wolkenkratzer (Hongkong hat davon doppelt so viele wie Manhattan), die ultramoderne perfekt funktionierenden U-Bahn, die grellen Leuchtreklamen, die unglaublich dicht gedrängten ameisenhaften Menschenmassen und die allgemeine Geschwindigkeit und Betriebsamkeit lösen eine ganz eigene Faszination aus. Die Stadt ist ein wahres Einkaufsparadies und hier gibt es einfach alles: Märkte mit jeglicher Art von billigem Schranz (Winkekatzen, gefälschte Uhren, Sonnenbrillen...), sagenhaft günstige Outletstores (15 Teile bei Espirt für nicht mal 200 Euro :) ), Elektronikmalls mit hunderten kioskartigen Ständen, die alle die gleichen allerneusten Handys verkaufen, oder auch Geschäfte aller teuren Luxusmarken von Gucci bis Prada, die alle auffällig hässliche Handtaschen verkauften und vor denen die Leute Schlange standen. Das Ausmaß des kollektiven Einkaufswahns, der die Stadt so kurz vor Weihnachten ergriffen hatte, war so gewaltig, dass einem dagegen ein Adventssamstag in der Mönckebergstraße wie ein Wellnessurlaub erscheint.

Natürlich haben wir uns wieder besonders auf das asiatische Essen gefreut, und auch wenn die kantonesische Küche nicht mit der vietnamesischen oder thailändischen Küche mithalten kann, haben wir ein paar wirklich lecke Dinge wie z.B. das Dim Sum Frühstück (verschieden gefüllte gedämpfte "Knödel", die in quirligen Teestuben serviert weden) entdeck.

Von unserm Hotel hatten wir eine grandiosen Ausblick über den botanischen Garten auf Hong Kong Island und bis auf das auf der anderen Seite liegende Kowloon, wenn es der Smog zuließ, der leider auch unseren Ausflug mit der steilen "Peak Tram" auf den höchsten Punkt der Stadt, den Victoria Hill, etwas eintrübte. Überrascht waren wir von der grünen Umgebung der Stadt, die wir auf einem Tagesausflug zum sitzenden Buddha zu sehen bekamen.Nach einem langen aber insgesamt sehr entspannten Flug über Hongkong wurden wir dann am Flughafen von Freunden und Familie empfangen. 

Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, unsere Reise hier zu verfolgen. Wir sind sicher, dass es nicht die letzte war. Sobald es wieder losgeht, gibt es hier auch wieder neue Fotos.

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Neuseeland, Routeburn Track, Milford Sound, Catlins, Otago, Akaroa

Die sog. "Great Walks" sind die besten mehrtägigen Wanderungen Neuseelands. Einer von ihnen ist der ca. 35km lange Routeburn Track, der westlich von Queenstown beginnt und über einen Gebirgsrücken Richtung Fjordland führt.
Mit Nahrung und Ausrüstung für 4 Tage bepackt führte die Wanderung uns an grünen Gebirgsbächen vorbei durch moosigen Wald auf den Harris Sattel, wo wir in der Routeburn Falls Wanderhütte übernachteten. Am folgenden Tag wurden wir leider von dichten Wolken und Nieselregen begrüßt, so dass der Weg über den teils noch schneebedeckten Pass zunächst wenig erfreulich war. Glücklicherweise klarte es dann am Nachmittag auf, so dass wir den Abstieg durch verwunschenen von Flechten und Moosen überwachsenen Nebelwald voll genießen konnten. Auch an den folgenden Tagen war das Wetter deutlich besser, so dass wir wunderbare Blicke auf das umliegende Bergpanorama von Fjordland bekamen.
Am Ende des Tracks wurden wir von einem Bus eingesammelt, der uns direkt zum berühmten Milford Sound brachte, wo wir eine Bootstour machten. Gegen die Fjorde von Norwegen, die wir im vorigen Jahr besucht hatten, wirkt der Meeresarm aber eher mickrig.
Als nächstes fuhren wir die "Southern Scenic Route" entlang, die uns u.a. durch die Catlins führte, wo wir einige schöne Wasserfälle, die Überreste eines versteinerten Waldes und die sehr beeindruckende "Cathedral Cave" besuchten, die nur bei Ebbe begehbar ist. In den Catlins kamen wir auch dem Südpol so nahe, wie noch nie zuvor.
Auf unserem nächsten Stopp, der Otago Halbinsel westlich der Stadt Dunedin, genossen wir die wunderschöne Landschaft aus grünen Hügeln und zahlreichen Buchten und beobachteten Seelöwen, Albatrosse und Pinguine.
Vor unserm heutigen Rückflug von Christchurch zurück nach Auckland, stoppten wir noch an den kugelförmigen "Mouraki Boulders" sowie der malerischen Banks Peninsula mit der einzigen ehemals französischen Siedlung Neuseelands und entspannten einen Nachmittag in den Thermalquellen der Hanmer Springs.

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Neuseeland - Von Punakaiki nach Queenstown

In Punakaiki an der Westküste liegen die Pancake Rocks, deren hunderte übereinander gelagerte Sandsteinschichten an einen Stapel Pfannkuchen erinnern.
Von dort fuhren wir zu zwei der größten Gletscher Neuseelands. Am Franz Josef Gletscher war das Wetter wieder einmal sehr verhangen, und als wir an dessen Fuß ankamen, regnete es, so dass uns auch der Blick auf den Mt. Cook, den höchsten Berg Neuseelands, nicht vergönnt war. Dafür wanderten wir am Fox Gletscher bei strahlendem Sonnenschein an Wasserfällen und klaren Seen vorbei durch das Tal zur Zunge des Eiskolosses, der allerdings an vielen Stellen von einer schwarzen Dreckschicht überzogen war, was die wärmeren Sommer der letzten Jahre verursacht haben.
Tags darauf ging es dann über den Haast Pass, der schon von den Maori genutzt wurde, um die an der Westküste vorkommende Jade über die Südalpen zu transportieren, Richtung Wanaka. Auf dem Weg, der von zahlreichen Flüssen, Wasserfällen und herrlichen Ausblicken auf die Berge gesäumt ist, gibt es zahlreiche Stopps und kurze Wanderungen von denen der Besuch der mit glasklarem eisblauen Wasser gefüllten "Blue Pools" besonders lohnenswert war.
Hinter dem Pass beginnt dann die Region der Southern Lakes und als wir am Lake Wanaka ankamen, wurden wir mit wirklichem Neuseeland Bilderbuchwetter begrüßt, wo sich bei absoluter Windstille die umliegenden Berge im riesigen Lake Wanaka spiegelten. In Wanaka wanderten wir in das Hochtal des nahe gelegenen Berges "Rob Roy" und genossen den Blick auf den Gletscher und die von ihm herunterschießenden zahlreichen Wasserfälle (wir haben 18 Stück gezählt).
Queenstown, das quirlige Zentrum des Südens, erinnert ein wenig an einen Skiort in den Alpen. Neben dem umwerfenden Bergpanorama und dem über 70km langen (und sehr kalten) größten See Neuseelands, dem Lake Wakatipu, lockt die Stadt, die im Winter auch ein beliebtes Skigebiet ist, mit einer Unzahl an Adrenalinattraktionen wie Bungee Jumping, Fallschirmspringen oder Jetboatfahren, die uns aber nach einem Jahr Reisen etwas zu teuer waren. Nachts verwandelt sich die Stadt in eine einzige Partymeile die vor allem von sehr jungen stark betrunkenen Backpackern bevölkert wird. Dafür sind wir langsam wohl einfach zu alt...
Der Ausflug mit der Gondel auf den Hausberg bei strahlendem Sonenschein sowie die Fahrt in das Bilderbuchtal vom Paradise, wo wir noch die letzen Kulissen der gerade abgeschlossenen Dreaharbeiten zum "Kleinen Hobbit" sahen, haben sich aber sehr gelohnt und die kurze Wanderung im jetzt abgetauten Remarkables Skigebiet war eine ideale Vorbereitung auf unsere bevorstehende 4 tägige Wandertour - den Routeburn Track.

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Neuseeland - Nelson, Golden Bay, Abel Tasman, Oparara Basin

An der zerfurchten Fjordküste im Norden der Südinsel liegt die Stadt Picton, wo die Fähre zur Nordinsel anlegt. Vom dort fuhren wir weiter ins wunderschöne Nelson, wo das warme Mikroklima zahlreiche europäische Einwanderer angelockt hat, die dafür sorgen, dass es von Bratwurst über Vollkornbrot alles gibt, was wir nach so langer Reise vermissen.
Nördlich von Nelson erkundeten wir für 2 Tage mit einem Kajak den Abel Tasman Nationalpark, der mit goldgelben Stränden, bewaldeten Hügeln und türkisem Wasser überzeugt. Am ersten Tag, an dem wir fast keinen Wind hatten konnte ich sogar mit einer Robbe schnorcheln - eine der aufregendsten Sachen, die ich im ganzen letzten Jahr gemacht habe. Am zweiten Tag war dann leider so viel Wind, dass die Rückkehr zum Ort ein einziger Kraftakt wurde. Am Ende mussten wir aufgrund zu starken Seegangs und Gegenwinds das Kajak in der letzten Bucht zurücklassen und zu Fuß auf dem Abel Tasman Coastal Track zurück laufen.
Nördlich von Nelson besuchten wir die "Pupu Springs", die klarste Süßwasserquelle der Welt, wo pro Sekunde 14.000 Liter glasklares Wasser aus dem Boden sprudeln, und fuhren nach "Golden Bay", die aufgrund des Nieselregens allerdings eher grau war. Anschließend machten wir uns auf den Weg an die Westküste, kamen allerdings wegen eines über die Ufer getretenen Flusses, in dem ganze Bäume hinuntergespült wurden, erst einen Tag später als geplant an.
Zum Glück zeigt sich das Wetter am nächsten Tag wieder freundlicher, so dass wir bei Karamea im Nordwesten das Oparara Basin erkunden konnten, das die ideale Kulisse für einen Dinosaurierfilm wäre. Die zahlreichen Farne, Moose und Epiphyten geben der Farbe "Grün" eine neue Bedeutung und die von Flüssen ausgehöhlten beeindruckenden Kalksteinbögen, die teils mehr als 40 Meter hoch sind, wirken innerhalb des Regenwaldes wie aus einer anderen Welt. Leider wurde die Westküste dann am folgenden Tag wieder ihrem Ruf als "Wet Coast" gerecht (min 5m Regen/Jahr) und so verbrachten wir einen sehr entspannten Tag in "Rongo's Backpackers" in dem ein Hippiepaar das wohl entspannteste Hostel Neuseelands eingerichtet hat, das mit eigenem "Nimm was du brauchst"-Bio Gemüsegarten und einer eigenen Radiostation glänzt und damit eine sehr angenehme Mischung aus Leuten aus aller Welt anzieht, die hier oft für ein oder zwei Wochen auf der benachbarten Biofarm des Paars arbeiten.

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Neuseeland - Kauri Coast, Bay of Islands, Christchurch, Kaikoura

Von den Waitomo Caves fuhren wir über Auckland nach Norden, wo wir an der Westküste die "Kauri Coast" besuchten. Im letzten nicht abgeholzten Regenwald der Nordinsel stehen dort vereinzelt 2000-3000 Jahre alte Kauri Bäume zwischen zahlreichen anderen Bäumen, Farnen und Moosen. Der größte Kauri Baum der Welt, "Tane Mahuta", stellt mit seinen 16 Metern Durchmesser alles in den Schatten was wir bisher an Bäumen auf der Reise gesehen haben und man kommt sich neben diesem Riesen unglaublich unbedeutend vor. Nachts machten wir eine kleine Wanderung und hatten bei dieser das unglaubliche Glück, einen Kiwi zu erspähen, was nur wenigen vergönnt ist. Von den Wäldern ging es dann weiter Richtung Norden am wunderschönen Hokianga Harbour, einem langen Fjord, vorbei Richtung Osten an die malerische Bay of Islands, wo wir allerdings auch nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen konnten, bevor wir mit viel zu viel Gepäck (Campingessen ;) ) auf die Südinsel weiterflogen, wo wir uns in Christchurch ein Bild von der Zerstörungskraft eines Erdbebens machen konnten. Es war uns vorher nicht bewusst gewesen, wie stark die Beben im September und Februar die Stadt verwüstet haben. Die Innenstadt ist nach wie vor komplett abgesperrt, überall liegen Trümmer herum, vereinzelt kann man durch die Fenster abgesperrter Gebäude umgestürzte Möbel sehen und die übriggebliebenen Geschäfte sind in einer bunten Containersiedlung untergebracht. Vor dem Beben muss die Stadt und vor allem der Stadtteil Littleton im Osten wunderschön gewesen sein, aber von den ehemaligen Straßencafes ist nur ein Fish und Chips Shop übrig geblieben, der grauenhaftes Essen anbietet. Viele Bewohner dürfen ihre Häuser nicht mehr betreten, so dass über der Stadt eine depressive Stimmung hängt.
Auch auf der Südinsel haben wir wieder den gleichen Campervan, wie auch schon ins Australien und auf der Nordinsel. Wir fuhren damit zunächst von Christchurch nach Kaikoura, wo wir auf einer Küstenwanderung neben wunderschöner Landschaft auch zahlreiche Robben sahen, die an der gesamten Küste recht häufig sind.

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Neuseeland - Tongariro Alpine Crossing, Whanganui River, Taranaki, Waitomo Caves

Im Tongariro Nationalpark im Zentrum der Nordinsel Neuseelands gibt es drei schneebedeckte über 2000m hohe Vulkane: Ruapehu, Ngauruhoe (Mount Doom aus dem Film "Herr der Ringe") sowie den Tongariro. Im Winter ist der Nationalpark eines der beliebtesten Skigebiete, während er sich im Rest des Jahres wunderbar für Trekkingtouren eignet. Die aktiven Vulkane machen den Tongariro Nationalpark zu einem der spektakulärsten Nationalparks Neuseelands, der daher auch als Drehort für Mordor im Film "Herr der Ringe" ausgewählt wurde.Die "Tongariro Alpine Crossing" gilt als schönste Ein-Tages-Wanderung der Südhalbkugel, was wir definitiv bestätigen können. Der ca. 20 km lange Trek führte uns durch unterschiedliche Vegetationszonen vorbei an schroffen Felswänden und rauschenden Wasserfällen, durch erstarrte Lavaströme über eine schneebedeckte Hochebenen hinauf zum roten Krater und den farbenfrohen Vulkanseen "Emerald Lakes" und "Blue Lake". Nach dem teilweise recht steilen und anstrengenden Anstieg wurden wir bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein mit einen einmaligen Blick auf den ca. 80 km entfernten Vulkan Taranaki belohnt, der über die entfernte Wolkendecke ragte.
Am folgenden Tag ging es dann bei verhangenem Wetter über die Whanganui River Road Richtung Taranaki, den wir aber erst am folgenden Tag erreichten, denn auch wenn die Entfernungen wesentlich kürzer sind als in Australien, kommt man auf den gewundenen Straßen sehr langsam voran, auch deshalb, weil man nach jeder zweiten Kurve anhalten und Fotos machen muss. Mit viel Glück erwischten wir die einzige 30 minütige Wolkenlücke des Tages und sahen den Berg in seiner vollen Pracht, bevor er wieder hinter einer grauen Wand verschwand und wir zu den Waitomo Caves weiterfuhren, wo wir eine Bootstour durch die Höhle machten, an deren Decke tausende Glühwürmchen leuchten.

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Neuseeland - Tongariro Alpine Crossing, Whanganui River, Taranaki, Waitomo Caves

Im Tongariro Nationalpark im Zentrum der Nordinsel Neuseelands gibt es drei schneebedeckte über 2000m hohe Vulkane: Ruapehu, Ngauruhoe (Mount Doom aus dem Film "Herr der Ringe") sowie den Tongariro. Im Winter ist der Nationalpark eines der beliebtesten Skigebiete, während er sich im Rest des Jahres wunderbar für Trekkingtouren eignet. Die aktiven Vulkane machen den Tongariro Nationalpark zu einem der spektakulärsten Nationalparks Neuseelands, der daher auch als Drehort für Mordor im Film "Herr der Ringe" ausgewählt wurde.Die "Tongariro Alpine Crossing" gilt als schönste Ein-Tages-Wanderung der Südhalbkugel, was wir definitiv bestätigen können. Der ca. 20 km lange Trek führte uns durch unterschiedliche Vegetationszonen vorbei an schroffen Felswänden und rauschenden Wasserfällen, durch erstarrte Lavaströme über eine schneebedeckte Hochebenen hinauf zum roten Krater und den farbenfrohen Vulkanseen "Emerald Lakes" und "Blue Lake". Nach dem teilweise recht steilen und anstrengenden Anstieg wurden wir bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein mit einen einmaligen Blick auf den ca. 80 km entfernten Vulkan Taranaki belohnt, der über die entfernte Wolkendecke ragte.
Am folgenden Tag ging es dann bei verhangenem Wetter über die Whanganui River Road Richtung Taranaki, den wir aber erst am folgenden Tag erreichten, denn auch wenn die Entfernungen wesentlich kürzer sind als in Australien, kommt man auf den gewundenen Straßen sehr langsam voran, auch deshalb, weil man nach jeder zweiten Kurve anhalten und Fotos machen muss. Mit viel Glück erwischten wir die einzige 30 minütige Wolkenlücke des Tages und sahen den Berg in seiner vollen Pracht, bevor er wieder hinter einer grauen Wand verschwand und wir zu den Waitomo Caves weiterfuhren, wo wir eine Bootstour durch die Höhle machten, an deren Decke tausende Glühwürmchen leuchten.

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Neuseeland - Auckland, Rotorua, Taupo

Nachdem wir noch ein paar wunderbare Tage bei unserer Freundin Christina und ihrer kleinen Tochter in Sydney verbracht haben, sind wir nun seit einer Woche in Neuseeland. Auch wenn wir in Auckland mit strömendem Regen begrüßt wurden und es auch sonst immer wieder regnet, ist Neuseeland einfach nur atemberaubend schön und gehört schon jetzt zu unseren absoluten Lieblingsländern. Die Leute sind äußerst herzlich und die Preise etwas niedriger als in Australien, so dass man auch mal wieder einen Kaffe trinken gehen kann, ohne sich schlecht zu fühlen.
Nachdem wir in Auckland, das auf zahlreichen alten Vulkankegeln errichtet ist, für einen Tag die größten Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Museum besucht hatten, brachen wir in unserem Campervan Richtung Rotorua auf, das vor allem für seine Geysire und heißen Quellen bekannt ist, die auch dafür verantwortlich sind, dass es dort überall nach faulen Eiern stinkt.Rotorua ist zudem ein Zentrum der Maori Kultur und wir besuchten dort das Maoridorf "Whakarewarewa", dessen heiße Quellen von den Bewohnern zum Baden und Kochen benutzt werden, während der übelriechende heiße Schlamm aus blubbernden Tümpeln als heilende Gesichtsmaske verkauft wird.
Das Dorf war zwar recht touristisch, gab uns aber einen ersten Einblick in die Kultur der polynesischen Maori, die die Inseln ca. 700 Jahre vor den Engländern erreichten.
Im Gegensatz zu Australiens Aborigines sind die Maori deutlich besser integriert und akzeptiert und haben es auch besser geschafft, ihre Kultur mit der der Einwanderer zu verbinden. Das liegt sicher auch daran, dass sie zum Zeitpunkt der Kolonisierung Neuseelands deutlich weiter entwickelt waren, als ihre fast steinzeitlich anmutenden Nachbarn in Australien.
Von Rotorua aus fuhren wir Richtung Taupo durch eine Landschaft, die von einem der größten Vulkane der Welt geformt wurde. Bei seinem ersten großen Ausbruch vor 26000 Jahren hat er eine riesige Caldera hinterlassen, in der heute ein See, der Lake Taupo, schwappt. Der vielerorts heiße Untergrund und der dadurch entstehende Dampf wird vielerorts zur Energieerzeugung genutzt und in warmen Quellen, Flüssen und Bädern kann man herrlich entspannen.
Darüber hinaus hat der Vulkan zahlreiche geothermische Wunder erzeugt, die wir uns auf dem Weg anschauten. Dazu gehörten u.a. Orakei Korako, wo wir Geysire und Sinterterrassen sahen, auf denen bunte Algen wunderbare Farbenspiele erzeugen, sowie die "Craters of the Moon", wo vielfach heißer Dampf aus der Erde austritt, der dabei diverse Krater erschaffen hat.

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Australien - Great Southern Forests und Margaret River

Westlich des Städtchens Denmark beginnt die "Great Southern Forests" Region. Hier fällt so viel Regen, dass die dort wachsenden Baumriesen sich mit ihren Verwandten in den Tropen messen können. Der berühmte 40m hohe Tree Top Walk führt durch die Wipfel des letzten existierenden Tingle Waldes. Tingle ist eine von über 700 Eukalyptusarten, wird bei bis zu 20 Meter Umfang fast 60 Meter hoch und 500 Jahre alt und soll schon seit der Zeit des Urkontinents Gondwana existieren. Brennt der Wald, frisst sich das Feuer häufig in den toten Kern der Bäume, was dazu führt, dass viele der Baumriesen von innen hohl sind und man durch sie hindurchgehen kann.
Weiter westlich schließen sich an Tingle dann Karriwälder an. Karri, ein Eukalyptus mit weißen Stamm, dessen Rinde sich Jahr für Jahr schält und so erneuert, wird bei bis zu 3 Metern Dicke unglaubliche 90 Meter hoch, was ihn zur dritthöchsten Baumart der Welt macht. Große Teile des Karribestandes wurden zu Beginn der europäischen Besiedlung in Ackerland umgewandelt oder von der Holzindustrie genutzt, aber in einigen Nationalparks (Shannon, Warren, Bedelup, Gloucester) gibt es noch unberührte 300 - 400 Jahre alte Restbestände und die Wanderungen und Fahrten durch die Parks sind einzigartig. Aussichtsplattformen auf einigen der höchsten Bäume wurden früher zum Erspähen von Waldbränden benutzt und ein paar davon sind heute für Besucher zugänglich. Die Besteigung des 68m hohen Dave Evans Bicentennial Tree war allerdings recht nervenaufreibend, da man die Plattform nur über fast ungesicherte Steigeisen im Stamm erreicht. Oben angekommen wird man dann allerdings mit einem spektakulären Ausblick über die Wälder belohnt.
Nach 3 Tagen "Waldferien" fuhren wir dann in die wunderschöne Margaret River Region, die vor allem für ihren Wein berühmt ist, wo es neben den zahlreichen Weingütern u.a aber auch eine Schokoladenfabrik, ein paar kleine Brauereien und sehr gutes Essen gibt - eigentlich ein Paradies für uns, aufgrund des schlechten Wechselkurses meist leider zu teuer aber trotzdem sehr sehenswert. Außerdem besuchten wir die sehenswerte "Jewel Cave" und schauten uns an der Küste die Surfer an, die hier ideale Bedingungen vorfinden.
Zum Abschluss machten wir dann endlich das lang ersehnte Whalewatching, hatten dabei aber leider nur wenig Glück, da wir aufgrund des starken Wellengangs an dem Tag nicht wirklich dicht an die Buckelwale herankamen. Den ein oder anderen springenden Wal bekamen wir aber dennoch zu sehen.

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Australien - Esperance, Albany, Denmark

Vom Cape Le Grand Nationalpark fuhren wir über den Great Ocean Drive in Esperance an weiteren türkisen Buchten vorbei wieder nach Westen.
Im Fitzgerald River Nationalpark waren die von uns erhofften Wale leider schon früher als üblich Richtung Antarktis gezogen und ohne 4WD bietet der Park sonst nur wenig Sehenswertes.
Nachdem wir eine Wanderung über die uralten Granitformationen des Porongurup Nationalparks gemacht hatten, bestiegen wir Tags darauf im Stirling Range Nationalpark den Bluff Knoll, auf dem manchmal sogar Schnee fällt und der mit 1097 Metern der höchste Berg Südwestaustraliens ist. Nach wie vor blühen überall die wunderbarsten Frühlingsblumen, für die Westaustralien berühmt ist. Vor allem die wilden Orchideen, die von dunkellila bis gelborange leuchten, machen das Wandern in der Region noch ansprechender, als es durch die Schäfchenwolken und herrlichen Grüntöne ohnehin schon ist. Die meisten der Pflanzen sind extrem gut an spezielle Standorte angepasst und oftmals endemisch für sehr kleine Gebiete.
In Albany, der größten Stadt an der Südküste Westaustraliens, lernten wir im sehenswerten Walfangmuseum (in einer alten Walfangstation, die erst 1978 geschlossen wurde) vieles über diese Industrie, die für die Stadt für fast 200 Jahre der wichtigste Wirtschaftszweig war. Heute wird das Geld hier u.a. mit Whalewatching verdient nur leider waren die Wale auch hier bereits weiter gezogen.
So ging es dann, nachdem wir eine Nacht bei meiner Studienfreundin Melissa verbracht hatten, die uns herrlich bekochte (hmmmm. Steak!) weiter an der Küste des südlichen Ozeans entlang. Im malerischen Hinterland des kleinen Städtchens Denmark kauften wir hervorragenden Chardonnay und Käse und bestaunten die Elephant Rocks - riesige Granitfelsen im klaren Wasser des William Bay Nationalparks.

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