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Wenn man Emirates oder Singapur Airline kennt, kommt man sich selbst auf einem neuen Lufthansa A380 ein wenig wie auf einem RyanAir Flug vor. Dürftige Getränkeversorgung, lahmes Enterntainment System und das mieseste Frühstück was ich je (nicht) gegessen habe, aber am Ende kommen wir nach 12 Stunden wohlbehalten in Singapur an, wo wir bei unserm Bekannten Max übernachten, der dort ein nettes Apartment hat. Bei der Landung fällt uns die große Dunstglocke auf, die über der Stadt liegt. Es hat seit fast einem Monat nicht mehr geregnet. Davon profitieren auch die Palmölplantagenbesitzer auf dem benachbarten Sumatra. Sie können so mehr Wald abbrennen. Der Rauch zieht direkt nach Singapur, wo er die Sicht auf die Sonne versperrt und für einen überall wahrnehmbaren Feuergeruch sorgt.
Da ich Geburtstag habe, hat Katharina für uns in einem netten Restaurant einen Tisch reserviert, wo uns traditionelle Peking Ente serviert wird – großartig. Die nächsten zwei Tage erkunden wir die Teile der Stadt, die wir letztes Mal ausgelassen haben. Dabei machen wir eine geführte Walking Tour duch China Town, wandern durch das arabische Viertel Arab Street, essen nett in Little India, besuchen das neue Aquarium (das größte der Welt) auf der Erholungsinsel Sentosa Island (es sollte eher Plastik island heißen), und schauen uns die Lightshow an den Gardens by the Bay an, die dort jeden Abend an riesigen künstlichen Bäumen erstrahlt. In einem Hawker Center essen wir Szechuan Chinese, wobei ich mit den Nachwirkungen des Chilli Chicken das zu ca. 50% aus Chili, 10% Szechuan Pfeffer und 40% Hühnchen besteht, noch 2 Tage zu kämpfen habe…
Danach geht es weiter zum eigentlichen Ziel unserer Reise, Sumatra, wo wir zunächst eine Nacht in Medan bleiben. Medan ist ein Moloch wie aus dem Bilderbuch. Heiß, stickig, stinkend, laut, dreckig, verrückter Verkehr… alles was eine typische indonesische Großstadt ausmacht. Daneben gibt es aber auch noch ein paar nette Dinge zu sehen, wie die große Moschee oder den alten Sultanpalast, wo sich einheimische Touris in traditioneller Kleidung fotografieren lassen. Außerdem wird man überall unglaublich freundlich begrüßt (Hello Mister!) und muss für die üblichen Fotos mit Einheimischen posieren und Interviews auf Englisch geben. Wir fühlen uns manchmal ein wenig wie Promis. Nettes Essen gibt es auch, aber insgesamt kann man die Stadt ruhig auslassen. Wir stoppen vor allem hier, weil wir auch hier ein paar Bekannte aus unserm Philippinenurlaub treffen, die hier als Englischlehrer arbeiten, bevor wir am nächsten Tag weiter nach Banda Aceh fliegen.

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Ein Beitrag von :

Andreas Stephan ist freiberuflicher Web Produktmanager und Software Entwickler. In seiner Freizeit fotografiert er gerne und geht auf Reisen.

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